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„How to Demo in Remagen!“

Die Antifa Remagen hat letztes Jahr einen hilfreichen Text verfasst, wie die Polizei in ihrer Stadt erfahrungsgenmäß mit antifaschistischem Engagement umgeht und welche Tipps sich daraus ableiten lassen, den wir euch empfehlen ernst zu nehmen und hier dokumentieren möchten:

„How to Demo in Remagen

Klar, es gibt riesige Unterschiede zwischen einer Demo und einer Demo. Oft sagen wir uns, dass bei der Demo sowieso nix passiert und haben auch noch recht damit. Dennoch sollten einige Grundregeln auch auf einer Demonstration in Remagen beherzigt werden, weil auch eine solche in der Vergangenheit Objekt polizeilicher Aktionen geworden ist. Im folgenden Text haben wir für euch einige Tipps und Erfahrungsberichte gesammelt (mehr…)

Anfahrt Remagen 2017

Aus einigen Städten und Regionen werden gemeinsame Anfahrten organisiert. Bitte benutzt die gemeinsame organisierte An- und Abreise. Es geht um eure Sicherheit. Die Zugfahrten sind so geplant, dass alle etwa gleichzeitig und rechtzeitig in Remagen ankommen.

Organisierte Treffpunkte:

Aachen: 8:00 Uhr, Autonomes Zentrum (AZ)
Bochum: 7:40 Uhr, Buddenbergplatz
Bonn: 9:40 Uhr, HBF Gleis 1
Koblenz: 9:15 Uhr, HBF vor dem Haupteingang
Köln: 9:15 Uhr, HBF Vorhalle, vor dem Douglas
Mainz: 7:45 Uhr, HBF Haupteingang

Für die Regionen, aus denen keine Treffpunkte organisiert werden, gibt es eine empfohlene Zuganreise unter dem Punkt Anfahrt

Tanzdemo: Opfermythos Remagen zerstören – Rheinwiesen wieder positiv besetzen!

Am 18. November wollen sich – zum neunten Mal in Folge – Neonazis aus der gesamten Bundesrepublik in Remagen versammeln, um ihre besonders deutsche Variante der Geschichtsverklärung auf die Straße zu tragen. Das Bündnis „NS-Verherrlichung Stoppen!“ ruft dazu auf, nach Remagen zu kommen und den Faschist*innen einen kreativen und vielfältigen Protest entgegenzusetzen.

Wie jedes Jahr soll anhand der „Rheinwiesenlager“ der deutsche Opfermythos am Leben erhalten werden, während man Nationalsozialismus, Shoah und andere Verbrechen der Deutschen ausklammert, glorifiziert oder leugnet. Ähnlich wie bei der Bombardierung Dresdens wird von einem „Alliierten Kriegsverbrechen“ gesprochen und dabei die Schuld Deutschlands an Krieg und Holocaust relativiert.
Bis heute ist der Aufmarsch in Remagen ein wichtiges Datum für die Speerspitze der Neonaziszene in Deutschland: Alle zentralen Figuren des Aufmarsches sind seit Jahren militant aktiv und in rechtsterroristischen Kreisen bestens vernetzt. Gerade nach dem Scheitern des Prozess gegen die Organisatoren des 2012 verbotenen „Aktionsbüro (AB) Mittelrhein“, ist diese Szene wieder gestärkt. Gleichzeitig bemüht sich die AfD, die Wehrmacht von ihren Verbrechen freizusprechen, die Soldaten NS-Deutschlands zu Helden zu stilisieren und einen Wechsel in der „dämlichen Bewältigungspolitik“ einzufordern, womit sie die geschichtsrevisionistische Position der aufmarschierenden Nazis wieder mehrheitsfähig macht.

Aber während die Faschist*innen um ihre vermeintlichen Opfer trauern, feiern wir dieses Jahr – in einer etwas anderen Form – das mit der Besatzung der Rheinwiesen verbundene Ende ihres Vernichtungsfeldzugs und machen ihren Trauermarsch somit zur Farce.

Denn gerade jetzt, wo den deutsch-autoritären Sehnsüchten wieder nachgekommen wird und der rechte Rand die Parlamente zurückerobert, ist es umso notwendiger zu zeigen, dass dem geschichtsverklärenden Gedankengut keine Bühne geboten werden darf!

Kommt am 18. November mit uns in Remagen auf die Straße, um den Neonazis ihre Grenzen aufzuzeigen!

Remagen 2017 terminiert

Auch dieses Jahr kommen wieder Rechtsterrorist*innen zum jährlichen Aufmarsch nach Remagen – das Datum ist der 18. November.


Tag vormerken! Bereit machen!
Den Nazis entgegentreten!

Wir sind in der Vorbereitung, genaue Infos folgen bald.
Schon jetzt ruft das Bündnis Remagen Nazifrei [FB] zu einem Stadtrundgang durch Remagen auf, um sich auf eine Spurensuche zu folgenden Themen zu machen: jüdisches Leben in Remagen, Remagen unterm Hakenkreuz, ein antifaschistischer Widerstandskämpfer aus Remagen, Neonazis in Remagen, Betroffene von Neonazigewalt und der lange Kampf um Anerkennung. Start ist am 18.11 um 10:00 Uhr am Bahnhofsvorplatz

Bereits am 13. November findet eine Veranstaltung mit der Journalistin Heike Kleffner statt: Der Mord an Dieter Klaus Klein + der lange Kampf um Anerkennung

Kritik & Stellungnahme

Trotz des eigentlichen positiven Gefühls, bleibt bei uns als Bündnis auch dieses Jahr leider wieder ein bitterer Nachgeschmack zurück, weshalb wir uns gezwungen sahen, dazu kurz Stellung zu nehmen und unseren Kurzbericht entsprechend zu ergänzen:

Kritik & Stellungnahme