Wir bie­ten euch einen Vor­trag an, der sich in­halt­lich mit den Akteur*innen eines seit Jahrzehnten organisierten rechten Terrorismus auseinandersetzt, wie er in Remagen jährlich auf die Straße geht. Außerdem wird auch der Na­zi­auf­marsch inhaltlich beleuchtet, sowie über unsere Protestmöglichkeiten informiert.

Folgende Termine stehen an:

24.10 | Frankfurt | 20:00 Uhr | Exzess | Leipziger Str. 91
25.10 | Köln | 18:00 Uhr | Autonomes Zentrum | Luxemburger Str. 93
26.10 | Dortmund | 16:00 Uhr | TU Dortmund | Haus Dörstelmann | Baroper Str. 322
26.10 | Dortmund | 20:00 Uhr | Nordpol | Münsterstr. 99
01.11 | Wiesbaden | 19:00 Uhr | Kulturkneipe Sabot | Dotzheimerstraße 37
05.11 | Bonn | 19:00 Uhr | Libertäres Zentrum (LIZ) | Rathausgasse 6 | Im Rahmen der Antifa Info Kneipe
06.11 | Koblenz | 19:00 Uhr | Circus Maximus | Stegemannstraße 30
08.11 | Siegen | 18:00 Uhr | VEB – Politik, Kunst und Unterhaltung | Marienbornerstr. 16
10.11 | Aachen | 19:00 Uhr | Autonomes Zentrum (AZ) | Hackländerstraße 5 | Im Rahmen der Anarchist Kitchen
10.11 | Bonn | 19:30 Uhr | Limes Musikcafe | Theaterstr. 2

Ihr wollt einen Mobivortrag in eurer Stadt ? Ladet uns ein!

Ankündigungstext:

Kein rechter Terror nach dem NSU?

Einblicke ins Nazi-Netzwerk der Gegenwart und seinen Aufmarsch in Remagen

Vortrag & Diskussion von und mit dem Bündnis „NS Verherrlichung stoppen!“

Ismail Yozgat verlor am 6. April 2006 seinen Sohn. Er starb in seinen Armen – hingerichtet durch ein rechtes Killerkommando. Im Februar 2012 sagte er in Gegenwart von Bundeskanzlerin Angela Merkel: „Unser Vertrauen in die deutsche Justiz ist groß“. Er hat nicht aufgegeben – bis heute.

Der NSU Prozess neigt sich dem Ende zu, aber es gibt mehr Fragen als Antworten. Außer der Bundesanwaltschaft glaubt kein Mensch mehr daran, dass der NSU aus nur 3 Täter*innen bestand. Vielmehr zeigt sich, dass es sich beim NSU um ein Nazi-Netzwerk mit klandestinen Kleingruppen nach Vorbild von Blood and Honour handelt. Lange haben die Nazis über das Konzept des führerlosen Widerstands geschwafelt. Dann setzten sie es menschenverachtend und brutal um, und das mit Rückendeckung der Geheimdienste, mindestens unkontrolliert von der Politik und ungehindert durch die Polizei.

Gruppierungen wie das Aktionsbüro Mittelrhein oder der Nationale Widerstand Dortmund sind zwar immer wieder verboten worden, aber sie gründen kurze Zeit später neue: die Parteien Der Dritte Weg oder Die Rechte sind nur zwei Beispiele. Andere genießen den Kadaverschutz der NPD.

Während der letzten 10 Jahre organisierten genau diese Gruppen einen jährlichen Aufmarsch in Remagen. Sie trauern um deutsche Täter und verhöhnen die Opfer des Nationalsozialismus. Auch sie diskutieren – wie der NSU – über den führerlosen Widerstand und haben eine ähnliche Praxis. Genau diese Akteur*innen des organisierten Rechtsterrorismus wollen am 12. November wieder in Remagen aufmarschieren. Das Bündnis „NS Verherrlichung stoppen!“ organisiert auch für dieses Jahr wieder Gegenproteste.

Diese Veranstaltung hat das Ziel, Rechtsterrorismus zu benennen und die antifaschistischen Proteste in Remagen zu bewerben.

Genug ist Genug!

Dem Naziaufmarsch in Remagen ein Ende setzen
www.remagen.blogsport.de